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Wie k├Ânnen Eltern und Lehrkr├Ąfte mit Kindern ├╝ber Krisen sprechen?

Wie k├Ânnen Lehrpersonen und Eltern im Rahmen ihrer p├Ądagogischen und erzieherischen Verantwortung ├ängsten und Fragen von Sch├╝ler*innen zu aktuellen Krisenereignissen angemessen begegnen? Die Grundhaltung kann sein: Schulen und Eltern haben eine Verantwortung Sch├╝ler*innen gegen├╝ber, ihnen auch in schwierigen Situationen einen Rahmen zu bieten, um ihren ├ängsten und Fragen angemessen zu begegnen und diese auszudr├╝cken, aber auch ggf. m├Âglichen Betroffenen ihr Mitgef├╝hl auszudr├╝cken.

 

Hinweise hierzu der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken:

  • Eltern und Lehrkr├Ąfte sollten mit Kindern auf altersgerechte Weise ├╝ber die Fakten sprechen und nicht versuchen, die Situation zu besch├Ânigen. Dabei sollte man aber nicht ausf├╝hrlich ├╝ber belastende Details sprechen. Je j├╝nger Kinder sind, desto besser ist es, wenn vertraute Menschen, wie Eltern oder Klassenlehrkr├Ąfte, mit ihnen sprechen und nicht fremde Expert*innen.
  • Bleiben Sie dabei bei den Fakten und beteiligen sie sich nicht an Spekulationen. Wenn Sie etwas nicht wissen, sagen Sie, dass Sie es nicht wissen (aber sich ggf. kundig machen und dann die Information weitergeben werden).
  • Eltern und Lehrkr├Ąfte m├╝ssen die Aufgabe bew├Ąltigen, die eigenen Emotionen zu kontrollieren: Eigene ├ängste, Mitleid oder auch Emp├Ârung sind starke Gef├╝hle. Notwendig ist aber, die eigenen Gef├╝hle nicht auf die Kinder zu ├╝bertragen. Unsichere Erwachsene verst├Ąrken die m├Âgliche Verunsicherung der Kinder.
  • Die Erwachsenen sollten auf Befindlichkeiten der Kinder eingehen: Schon das Benennen der Gef├╝hle hilft. Warum stellt das Kind Fragen? Was ist die Befindlichkeit dahinter? Es hilft, ├╝ber Gef├╝hle zu sprechen, ohne dass die Erwachsenen auf alles eine Antwort haben. Wichtig ist die Botschaft ÔÇ×Ich h├Âre dir zu, du kannst mit mir sprechen, wir informieren uns gemeinsam!ÔÇť
  • Schon viele Erwachsene f├╝hlen sich von der heutigen Kommunikationsdichte ├╝berfordert und man h├Ârt derzeit h├Ąufiger ÔÇ×Ich kann die ganzen schlechten Nachrichten nicht mehr h├Âren!ÔÇť Eltern sind daher gut beraten, die Informationsflut, insbesondere der belastende Bilder zu dosieren. Zudem sollten Kinder mit belastenden Fernsehbildern nicht allein gelassen werden.
  • Um das Sicherheitsgef├╝hl der Kinder zu st├Ąrken, sollte sachlich ├╝ber die Gef├Ąhrdung in Deutschland gesprochen werden. Dies kann je nach Ereignis, um das es geht bzw. je nach ÔÇ×N├ĄheÔÇť des Ereignisses, unterschiedlich sein. Je nach Alter  kann das Thema ggf. im Unterricht aufgegriffen und hier versachlicht werden. Gute Medienberichte k├Ânnen hier als Anschauungsmaterial herangezogen werden. Auch hier ist es Aufgabe der Erwachsenen, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen und panikmachende Berichte zu filtern bzw. je nach Altersstufe diese als solche zu benennen (Stichwort: Medienkompetenz). Die Curricula geben an verschiedenen Stellen Ankn├╝pfungspunkte.
  • Die "Landesstelle Schulpsychologie und Schulpsychologisches Krisenmanagement" hat auf der Internetseite der Schulpsychologie NRW weitere interessante Tipps bereitgestellt: Zum Angebot der Schulpsychologie in NRW.

Sollten Lehrer*innen hierzu Fragen haben, steht ihnen die Regionale Schulberatungsstelle gerne zur Verf├╝gung. Nutzen Sie dazu z.B. unsere t├Ąglichen Telefonsprechstunden

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