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Mobbing unter Sch√ľlerInnen

Im schulischen Kontext wird immer dann von Mobbing gesprochen, wenn ein Sch√ľler oder eine Sch√ľlerin wiederholt und √ľber einen l√§ngeren Zeitraum von Mitsch√ľlerInnen angegriffen bzw. gesch√§digt wird. Aufgrund der Kr√§fteverh√§ltnisse innerhalb der Klasse k√∂nnen sich die betroffenen Sch√ľlerInnen nicht selbst aus ihrer misslichen Lage befreien.

Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ist davon auszugehen, dass mehr als 30% der 12- bis 18-j√§hrigen Jugendlichen von Mobbing betroffen sind (Modecki et al., 2014). F√ľr Kinder an Grundschulen geht man von sogar noch h√∂heren Opferzahlen aus ‚ÄĒ nicht hinnehmbare Zahlen, wenn man die vielen negativen Folgen betrachtet, die kurz- und langfristig mit Mobbing einhergehen.

Zur Erklärung des Phänomens Mobbing werden in der Regel sozialpsychologische Prozesse herangezogen: die Erhöhung des sozialen Status und die Demonstration von Macht gelten als wesentliche Handlungsmotive von MobbingakteurInnen. Zu beobachten sind Mobbingdynamiken vor allem in hierarchisch organisierten und in sich geschlossenen Systemen (z.B. im Gefängnis, beim Militär), während offenere Systeme, die von ihren Mitgliedern frei gewählt und verlassen werden können, selten davon betroffen sind.

Um Mobbing in der Schule wirksam zu begegnen braucht es in erster Linie ein Problembewusstsein und die Verantwortungs√ľbernahme bei Schulleitung und den Lehrpersonen (entsprechend des Notfallordners NRW: Hinsehen und Handeln). Ganz allgemein l√§sst sich festhalten, dass wirksame Pr√§ventionsma√ünahmen die st√§rkste Intervention gegen Mobbing an einer Schule darstellen. Als zielf√ľhrend erweisen sich Ma√ünahmen zur F√∂rderung eines positiven und lernfreundlichen Schulklimas sowie ein klares Bekenntnis der Schulgemeinschaft zu einem respektvollen und gewaltfreien Miteinander.

Tiefergehende und weiterf√ľhrende Informationen zu einem Thema, das f√ľr die schulische Beratungskultur von gro√üer Bedeutung ist, finden Sie in der Brosch√ľre Mobbing ‚ÄĒ Pr√§vention und Intervention in der Schule. Neben pr√§ventiven Ma√ünahmen werden hier auch konkrete Interventionsm√∂glichkeiten dargestellt, die in akuten Einzelf√§llen hilfreich sein k√∂nnen.

Sie k√∂nnen die Brosch√ľre hier herunterladen.

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