Unter dem Titel „PERMA.Grow – Wie Positive Psychologie Schule und Schulpsychologie verändern kann“ trafen sich am 11. und 12. März 2026 rund 100 Schulpsychologinnen und Schulpsychologen aus ganz Nordrhein-Westfalen in Dortmund, um sich über aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Ansätze auszutauschen.
Wissenschaftliche Impulse lieferten unter anderem die Neurowissenschaftlerin Prof. Brohm-Badry, die aufzeigte, wie sich Lebensfreude und Motivation im schulischen Alltag gezielt stärken lassen. Dabei betonte sie insbesondere die Bedeutung von Resonanz und Verbundenheit als wichtige Ressourcen in herausfordernden Zeiten.
Prof. Andreas Schleicher (OECD, Direktor für Bildung) stellte anschaulich zentrale Forschungsergebnisse aus den PISA-Studien unter anderem zu Motivation, Lehrkräftefeedback und deren Einfluss auf den Lernerfolg und das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern vor.
Wie Positive Psychologie bereits erfolgreich im Schulalltag umgesetzt wird, zeigte Nicola Küppers, Leiterin der Grundschule am Dichterviertel in Mülheim an der Ruhr. Ihr schulisches Leitbild steht unter dem Motto „Potenzialentfaltung für alle“ und verdeutlicht exemplarisch, wie eine wertschätzende Schulkultur konkret gelebt werden kann.
Einen praxisnahen Beitrag aus der Region leisteten Kristina Timm und Mattes Albrecht von der Regionalen Schulberatungsstelle Borken (siehe Foto). Sie präsentierten ihr Angebot „Schüler*innen-Coaching durch Beratungslehrkräfte“, das darauf abzielt, Fähigkeitsdenken in Lösungsgruppen zu fördern und damit Positive Psychologie nachhaltig im Schulalltag zu verankern.
Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht die systemisch-lösungsorientierte Arbeit mit Schülerinnen und Schülern. Diese werden dazu angeregt, sich freiwillig mit eigenen, realistisch erreichbaren Zielen auseinanderzusetzen. Durch das bewusste Entdecken individueller Stärken sowie das Reflektieren und Erweitern von eigenen Handlungsmöglichkeiten entwickeln sie Motivation und Zuversicht, ihre Ziele eigenständig zu verfolgen.
Interessierte Schulen sind herzlich eingeladen, sich bei der Regionalen Schulberatungsstelle Borken über das Angebot zu informieren.
